Dienstag, 30. November 2010

Strache

(gesungen nach der Melodie von Die Ärzte-Junge)

Strache...
hast du nichts dazugelernt?
Guck dir den Hitler an,
dann siehst du wo das hinführt.
Warum kommst du nicht mal mit auf unser Plenum?
Du kriegst dann auch feines Ganja, wenn du uns darum bittest

Strache...

Und was du wieder laberst, die ganze braune Soße
Der Goebbels wäre stolz!
Populistenhetze und Nazipropaganda,
das will doch keiner hörn
Komm endlich mal runter, rauch dir mal ein Tütchen!

Strache...
sag mir, was ist dein Problem?
Es ist noch nicht zu spät, in deinen Job zurückzukehren
Sag mir, Zahnersatz statt Menschenhatz, wäre das nichts für dich?
Eine eigene Praxis?

Strache...

Und was du wieder laberst, faschistoide Scheiße
Der Goebbels wäre stolz!
Populistenhetze und Nazipropaganda,
ich kann es nicht mehr hörn!
Du kleiner Hobbyführer, ohne das ganze Freibier
Würd dich doch keiner wähln!

Der Haider hats dir vorgemacht,
Einhundertachtzig bis es kracht...

Und dann deine Plakate, ne Schande für das Stadtbild
Die muss man doch beschmiern!
Du denkst du könntest rappen, dein Flow ist richtig scheiße
Das will doch keiner hörn!
Steig lieber mal ins Auto, gib mal richtig Vollgas
Kannst du bitte sterben?

Montag, 4. Oktober 2010

Moderne Nazis

Sie schlagen Kindern halb den Schädel ein-und nennen das Freiheit!
Sie lassen Rentner krankenhausreif prügeln-und nennen das Demokratie!

Das kommt mir doch bekannt vor, das hatten wir doch schon
Ihr habt euch gut gehalten, NS-Nachfolge-Union!
Fast 80 Jahre später, immer noch der gleiche Scheiß
Nur dass die SS jetzt BW '33 heißt!

Jetzt reißt ihr unsre Stadt ein für ein Millionengrab
Wobei völlig klar ist, dass es auch so was schon mal gab
S21-geistiges Erbe des guten Albert Speer
Nur auf eines wart ihr nicht gefasst:diesmal gibts Gegenwehr!

Ihr braven Bürger Stuttgarts, ich hoffe ihr seid aufgewacht
Los gehts, organisiert euch, lasst dieses Pack nicht an der Macht!
Zwischen Nazischlägern und dem Mappus gibts nur einen Unterschied:
Dass letzterer euch auch noch das Geld aus der Tasche zieht!

Da gibts nichts zu tolerieren, bildet Banden, macht sie platt!
Befreit euch, befreit den Park und befreit diese ganze Stadt!
Atommüll in den Tiefbahnhof und Angie in die Asse
Und mit ihr die ganze scheiß herrschende Klasse!

Denn diese Stadt hier gehört uns und nicht dem braunen Kapital
Spekulationen und Verträge sind uns völlig scheißegal!
Unser Park und unser Bahnhof und wir alle bleiben stehn
Lasst ihr uns hundertmal verprügeln:es wird trotzdem niemand gehn!

Hey du da in der grünen Jacke, hör mir bitte mal gut zu:
Habt ihr uns totgeschlagen, bist der Nächste vielleicht du!
Ihr seid nicht unsre Feinde, kommt her und reiht euch ein
Ihr müsst niemandem gehorchen, auch ihr könnt euch befrein!

Denn dieses scheiß System macht auch vor seinen Schergen keinen Halt
Sobald sie davon profitieren, machen sie auch euch alle kalt!
Ich weiß, ihr habt eure Befehle, doch ihr seid keine Maschinen
Soll der Rech uns selber räumen, ihr braucht niemandem zu dienen!

Entnazifiziert Stuttgart, fangt mal im Landtag an
Mappus, Rech und Rülke, dann macht weiter bei der Bahn
Ob Grube oder Schuster oder wie sie alle heißen
Sie machen diese Stadt kaputt, wenn wir nicht auf sie scheißen!

Doch diese Stadt hier gehört uns...

Habt ihr noch nicht genug gekriegt, dann macht nur weiter wie bisher
Doch müsst ihr wissen, wir sind viele, und wir werden täglich mehr!
Wenn ihr nicht endlich aufgebt, dann muss es halt so sein
Dann kämpfen wir um jeden Baum, doch bitte merkt euch eins:
An jeden dieser Bäume passt ein schöner Galgenstrick
Lange lebe Stuttgart, freie Räterepublik!

Ja, ich weiß, es ist platt, billig, und plakativ. Aber weil ich von Stuttgart zu weit weg bin, kann ich meine Wut nur in Worte und nicht in Taten umsetzen. A propos umsetzen: falls igrendjemand das hier musikalisch umsetzen will, meldet euch!

Mittwoch, 14. Juli 2010

Der Verräter

Du bist nie ein Mensch gewesen
Der aus Feigheit lieber schweigt
Und sich, um seine Haut zu retten
Vor seinem schlimmsten Feind verneigt

Doch schließlich hast du aufgegeben
Uns alle und dich selbst verraten
Und vergessen waren alle
Deine Worte, deine Taten

Nun bist du einer von ihnen
Ausdruckslos ist dein Gesicht
Gehe, gehe, um zu dienen
Aber glücklich wirst du nicht

Was blieb dir von deinen Zielen
Träumen, Wünschen, Idealen?
Nichts als bitterste Enttäuschung
Die kalte Asche deiner Qualen

Wofür starben deine Träume?
Sie sind nur noch blanker Hohn
Du legst sie ab, als wärn sie Kleidung
Sag, was war dein Judaslohn?

Too personal. Don't want to describe it, at least not now.

Son of the Morrigan, 07.-15.07.2010

Mittwoch, 3. Februar 2010

Der Phönix

Die Wirklichkeit stürzt um mich ein
Noch leuchtet hell des Feuers Schein
Verbrennt die Augen und die Haut
Beschützt mich, bis der Morgen graut

Es frisst sich tief bis in mein Herz
Verbrennt die Angst und auch den Schmerz
In all der Zeit, der Kälte hier
Ist es schon lang ein Teil von mir

Ich habe meinen Weg erkannt
Er führt durch diese Flammenwand
Ich seh im Feuer dein Gesicht
Und widersetze mich ihm nicht

So umarme ich das Feuer
Dieses Dasein zu verstehn
Wie ein Phönix in den Flammen
Will ich brennen und vergehn

So oft schon wurde ich zerstört
Vom Feuer und vom Hass verzehrt
Doch was auch immer ich verlor
Stets war ich stärker als zuvor

Nun dringt das Feuer in mich ein
Frisst gierig sich durch Mark und Bein
Verschlingt die Seele und den Leib
Bis nichts als Asche übrigbleibt

Bis ans Ende aller Zeiten
Wird mein Weg stets weitergehn
Wie ein Phönix aus der Asche
Will ich heute auferstehn

Nach kalter Asche greift die Hand
Geht dennoch auf in Flammen
Und zerrt mich in die Glut hinab
Aus der wir alle stammen

So umarme ich das Feuer...

Bis ans Ende aller Zeiten...

Son of the Morrigan, 20.1.-2.2.2010

Due to recent events, the phoenix metaphor has become very important for me. I realised-without knowing why-I always stand up after falling to the ground, I have no idea where the strength for that comes from, why I am not utterly destroyed yet-which I should be. Under all the ashes, there are still embers...blazing stronger than before.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Ein Festmahl für die Krähen

Als sie in ihrer blinden Gier und Arroganz die Erde endlich leergefressen hatten
Doch ihre ekelhafte Brut sich immer weiter noch vermehrte, so wie vor ihnen die Ratten
Begannen sie, die Alten und die Kinder abzuschlachten um sie alle dann zu fressen
Groß war der Aufschrei, doch eben genau jenes Fleisch habt ihr vorher ohne Ekel schon gegessen!

Macht nur so weiter, fresst euch gegenseitig auf
Lasst willenlos und träge eurem Schicksal seinen Lauf
Fresst weiter Blut und Asche, lasst alle Masken fallen
Enttarnt nun eure Scheinmoral als größten Trug von allen!

All das Blut, das ihr vergossen
Das in Strömen fortgeflossen
Wird sich gegen euch erheben
Zu beenden eure Leben

Zu lang habt ihr die Erde mit Blut und Tod genährt
Sie hat sich vollgesogen, hat sich niemals gewehrt
Ihr seid vollgefressen, aufgebläht, habt nie gelernt zu sehen
Was von euch nun übrig bleibt ist ein Festmahl für die Krähen!
Die blutgetränkte Welt wird euch nach eurem Wert bemessen
Ihr habt bislang nur existiert, um zu töten und zu fressen
Alles, was ihr habt getan, war Leid und Tod zu säen
Eures Lebens ganzer Wert ist ein Festmahl für die Krähen!

Als die Meere leergefischt, die Wälder abgebrannt und von den Städten nur Ruinen übrig waren
Und die Menschheit, endlich ausgelöscht, lag tot im Staub nach all den vielen Jahren
Erhob die Welt sich, geschlagen doch niemals vernichtet, wie der Phönix aus der Glut
Ihr Fortbestehen ward erkauft und gesichert nur durch euer aller vergossenes Blut!

Ekelhafte Menschenbrut, ihr widert mich an
Abgestumpft und eingesperrt, was habt ihr euch angetan?
Was ihr tatet war zu viel, um es jemals zu verzeihen
Doch nun ist euer Ende nah, hört ihr die Krähen schreien?

All das Blut...

Zu lang habt ihr die Erde...

Ihr zahlt für eure Sünden
Die Gier nach Macht und Geld
Lasst eure Taten künden
Vom Ende dieser Welt
Ihr seid gekrochen aus dem Dreck
Um Leid und Tod zu säen
Eures Daseins Sinn und Zweck:
Ein Festmahl für die Krähen...

Son of the Morrigan, 11.-20.12.2009

Dedicated to Alexander Kaschte for helping me choose between what is right and what is easy.

Thanks to Alexander Kaschte and his music, I have been a vegetarian now for 5 months and by the looks of things, I will be a vegan before my 18th birthday. All the facts I constantly tried to ignore before that-oh, how easy and comfortable ignorance is!-and that I learned now fill me with disgust everytime I see someone eating meat and have added to my misanthropic attitude. When I'm pissed off, the fact he/she is not a vegetarian or vegan already is enough for me to hate someone. It is disgusting how they destroy this world in their greed and ignorance...

Donnerstag, 19. November 2009

In den Träumen

Nebel dringt in meine Träume
In mein ganzes Selbst hinein
Gesperrt in kalte, dunkle Räume
Warum kann ich nicht bei dir sein?

Die Kälte kriecht in meine Hände
Ich scheine ganz aus Eis zu sein
So erwarte ich mein Ende
Nun kreisen mich die Wände ein

Lass mich nur das Leben spüren
Das aus deinen Händen quillt
Wenn sie meine Haut berühren
Mich mit neuer Hoffnung füllt

Nur in den Träumen sind wir zusammen
Steigen hinauf bis zum Firmament
Unsere Körper, sie schleudern die Flammen
Bis dass die Nacht vollständig verbrennt
Wir waren, wir sind, doch wir werden nicht bleiben
Stets nur im Traum und im Tode vereint
Und nichts kann mich von deiner Seite vertreiben
Bis meine Flamme dereinst nicht mehr scheint

Jede Nacht bringt neue Schmerzen
Schließt uns in ein Labyrinth
Aus Dornen, doch in unsren Herzen
Wissen wir stets, was wir sind

Denn der Nacht folgt stets ein Morgen
Der des Alptraums Hunger stillt
Doch auch ein Tag, der stets vor Sorgen
Niederschmetternd überquillt

Nur in den Träumen...

Wer weiß, wann mich deine Stimme
Aus dem Wahnsinn sanft befreit
Und wann beenden meine Hände
Deiner Nächte Einsamkeit?

Nur in den Träumen...

For my girlfriend.

Son of the Morrigan, 7.9.-19.11.2009

Not much to say about this one. It is about waking up in the middle of the night, alone, and a wave of loneliness and despair sweeping over one. I miss you, and though every night is a new struggle, I am looking forward to see you soon and I just hope this lasts. I love you.

Dienstag, 25. August 2009

Ihr Blut an den Wänden

"Nichts ergibt einen Sinn. Ich weiß weder, wie ich hierherkomme, noch, warum ich hier bin. Diesem Ort, den Wänden, selbst dem Bett haftet der Gestank des Todes an. Er dringt in meinen Kopf und löscht meine Gedanken bis auf einen einzigen aus: Flieh oder stirb bei dem Versuch."

Erwacht aus alptraumhaftem Schlaf, der erste Anblick ein Gesicht
Aus dem die hasserfüllte Stimme meiner eigenen Verzweiflung spricht
"Dir bleibt nur noch ein Ausweg, um dem Wahnsinn zu entrinnen
Denn den Kampf gegen dich selbst kannst du niemals gewinnen"

Menschen, Ungeziefer, von mir verachtet
Ihr widert mich an, weil ihr geistig umnachtet
Sowie auch gänzlich sinnbefreit
In der von euch zerstörten Welt gedeiht

Ich reiße die Nadel aus meinem Arm
Mein Blut quillt hervor und mir wird warm
Süß und klebrig rinnt es über meine Hände
So stürme ich vorwärts und in mein Ende

Der Geruch des Todes eilt mir weit voraus
In diesem übergroßen Leichenhaus
Aus jeder Ecke dringt der Gestank
Ich hasse diesen Ort, er macht mich krank!

Das Unheil, das ihr stiftet, ist niemals abzuwenden
Drum wünsch ich mir nichts sehnlicher als euer Blut an weißen Wänden
Alles, was mir nun noch bleibt, mein Ziel ist euer Tod
Auf die Knie, verneigt euch-ICH BIN EIN GOTT!

So verteile ich nun ihr Blut an den Wänden
Ich bin nur noch hier, um mein Leben zu beenden
Eine sinnlose Schlacht gegen die Zeit
Auf der Suche nach Unendlichkeit
Das Blut rinnt wie Tinte die Wände herab
Weist mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwinde
Und zu wahrer Freiheit finde

Nicht einen werde ich verschonen, ob Mann, ob Frau, ob Kind
Das ist mir alles ganz egal, ich töte, weil sie Menschen sind
Mit einem Lächeln auf den Lippen weide ich euch aus
Das Leben ist ein Alptraum und niemand kommt lebend raus!

Ich schleppe mich auf allen Vieren
In eine Ecke, um dort zu krepieren
Nun fordert das Leben den letzten Preis
Es gibt kein Entrinnen, so schließt sich der Kreis

Mein letztes Ziel im Leben habe ich längst erreicht
Als der letzte Tropfen Blut aus meinen Adern weicht
Am Ende aller Qualen habe ich den Sieg errungen
Und von den Kehlen tausend Sterbender wird mein Totenlied gesungen:

So klebt nun ihr getrocknetes Blut an den Wänden
Des Daseins einzig Sinn und Zweck war stets, es zu beenden
Eine gewonnene Schlacht gegen die Zeit
Bringt mir nun die Unsterblichkeit
Das Blut rann wie Tinte die Wände herab
Wies mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwand
Und zu wahrer Freiheit fand


Son of the Morrigan, 5.-25.8.2009

A song about the events described in the story below, this one is about my thoughts in the hospital. I really wanted to kill everyone around me: for being stuck there, for being bored, for having difficulties getting vegetarian food and, above all, for existing. It was the worst thing that happened to me in the last 6 months and again, it strengthened my dark sides. I'm not likely to run down the street slaughtering people, but I would have no regrets about doing so. I lost so many things that made me human, and I'm glad about it in some way. Because I hate humans. Because I don't want to be human. But sometimes the price for losing humanity is too high...